L-Carnitin (Levocarnitin) zählt zu den nicht-essentiellen Aminosäuren. Es wird aus Lysin und Methionin hergestellt und hat eine wichtige Aufgabe im Bereich des Energiestoffwechsels.

Es transportiert langkettige Fettsäuren zur Gewinnung von Energie in die Mitochondrien, in die Kraftwerke unserer Zellen. Für diese Aufgabe wird jedoch nur 5% des vorhandenen L-Carnitins benötigt. 95% werden als Reservoir für die Übergabe der Fettsäuren (Acyl-Verbindungen) an Coenzym A, das in interaktiver Aktion mit Levocarnitin steht, benötigt. Mangelt es an freiem Coenzym A würde dies zu einer sofortigen Verringerung der Energieproduktion führen. In diesem Fall wird gebundenes Coemzym A durch Bindung an Levocartinin wieder freigeschalten.

Im Körper sind etwa 20-25 g an L-Carnitin gespeichert, davon fast 98 % in der Skelett- und Herzmuskulatur. Der menschliche Körper produziert einen Teil des täglich benötigten L-Carnitin selbst oder nimmt die Aminosäureverbindung mit der Nahrung auf. Nennenswerte Mengen an L-Carnitin kommen besonders in rotem Fleisch, insbesondere in Lamm- und Schaffleisch, in Geflügel, Meerestieren, Fleischextrakt, Pilzen und Milchprodukten vor. Durch die Nahrung werden bei gemischter Kost, täglich zwischen 100 und 300 mg L-Carnitin, aufgenommen.

Wer benötigt eine Supplementierung mit L-Carnitin?

Wer sich über längere Zeit unausgewogen oder vegan ernährt oder sehr viel Sport betreibt, weist meist einen Carnitinmangel auf. Fehlen dem Körper Mineralstoffe und Vitamine, kann keine Carnitinsynthese stattfinden. Levocarnitinmangel zeigt sich in Erschöpfung, Müdigkeit, Störungen des Fettstoffwechsel, Konzentrationsschwäche, Infektionsanfälligkeit oder Muskelschmerzen.

Sportler schätzen Levocarnitin als Nahrungsergänzungsmittel für ein effektiveres Training und mehr Leistungsfähigkeit. Sie profitieren von mehr Energie und Durchhaltevermögen im Training. Zusätzlich wirkt sich die Aminosäure positiv auf das Regenerationsvermögen von häufig Trainierenden aus. Studien haben ergeben, dass eine Supplementierung von
L-Carnitin zusammen mit der vermehrten Einnahme von Kohlenhydraten(80g) zu einer deutlichen Erhöhung des Muskel-Carnitingehalts innerhalb von drei Monaten führt. Diese Kombination verhindert eine Erhöhung der Körperfettmassse, die bei alleiniger vermehrter Kohlehydratzufuhr stattfinden würde.

Levocarnitin gilt generell als Fatburner. Es ist ein effektives Supplement zur Steigerung der Fettverbrennung.

Zusätzliches Carnitin benötigen Dialysepatienten, da bei der Hämodialyse vorhandenes Carnitin ausgeschwemmt wird.

Diabetiker profitieren von der positiven Wirkung der Aminosäureverbindung auf den Glucosestoffwechsel.

Laut einigen Studien kann man bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkebs durch die Gabe von Levocarnitin die rasante Gewichtsabnahme stoppen und die Überlebenszeit der Patienten verdoppeln.

Die Wirkungen von L-Carnitin

  • Verbesserung der Herz- und Hirndurchblutung
  • Senkung eines zu hohen Blutdrucks
  • Steigerung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit der Muskulatur
  • Senkung des Milchsäurespiegel nach dem Training
  • Reduktion von Kopfschmerzen
  • Steigerung der Muskelkraft
  • Verbesserung der Hirndurchblutung
  • Die Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt
  • Verbesserung der Lernfähigkeit und des Langzeitgedächtnis
  • Steigerung der Potenz
  • Schützt die Nervenzellen
  • Wirkt stimmungsaufhellend
  • Immunbooster bei Infektionskrankheiten
  • Harmonisiert den Blutzuckerspiegel
  • Senkt zu hohe Cholesterin- und Triglyceridwerte

Wann und wieviel Carnitin soll man einnehmen?

Am besten sollten Sie Levocarnitin in der Früh auf nüchternen Magen einnehmen. Ebenfalls gilt die Einnahme vor dem Muskel- oder Figurtraining als sinnvoll. Die Dosis hängt von der Form des Carnitins ab. Die Tagesempfehlung liegt bei:
Acetyl-L-Carnitin: 600-2.500 mg
L-Carnitin L-Tartrat: 1.000-4.000 mg
Propionyl-L-Carnitin: 1.000-4.000 mg

Ein Zuviel an der Aminosäure wird meist mit dem Urin ausgeschieden. Grundsätzlich kann dieses Nahrungsergänzungsmittel in der empfohlenen Dosis ohne Nebenwirkungen jeder Person gegeben werden. Die Zufuhr von extrem hohen Dosen kann jedoch zu Durchfall führen und langfristig Arterien und Herz schädigen.

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Lukas Ebersbach
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